Das fängt ja schon gut an….. die Deadline der wöchentlichen Wetterberichterstattung ist weit überschritten….
Am Dienstag war ich bei einem Salsakurs mit vielen Kollegen/innen sowie „externen“ Kursteilnehmern.
Der Abend war super lustig und tanzen habe ich auch gelernt – zumindest die Grundschritte – immer bis 7 zählen – dann ist es ganz einfach. Noch einfacher fällt das Mambo Tanzen wenn der Herr gut aussieht, kein blutiger Anfänger mit zwei linken Füßen ist, Taktgefühl hat und führen kann.
Da wir noch nicht alle das Deutsche Bank Logo auf der Stirn tragen und wir uns auch nicht mit der Angabe des Arbeitgeber beim Tanzen vorgestellt haben, war es die nachfolgenden Tage im Büro noch lustig einen „Mitstreiter“ zu treffen – besonders wenn man sich auf die Füße getreten ist, das Taktgefühl überhaupt nicht zusammengepasst hat oder er/sie sich noch viel schlechter angestellt hat wie ich…. oder zumindest meine ich das.
Und hier hat auch meine erste Begegnung mit der anderen Art in Birmingham stattgefunden: Erklärt mir jemand in gebrochenem Englisch das ich mit dem anderen Fuß anfangen müsste – pah, was weiß der denn und komisches Englisch spricht er auch noch. Auf meine Frage woher er denn kommt lautete die Antwort: „From Germany“…. (ach da hör´mal einer hin). Nun konnte die folgende 1-minütige Unterweisung bis zum Partnerwechsel auch in Deutsch stattfinden. Das hat aber auch nix gebracht weil Taktgefühl besitzt er soviel wie ein Eisbär.
Und: Nach 11 Jahren in Birmingham an der Uni arbeitend hat er nichts vom Deutschen sehr direkten Charme verloren.
Ansonsten hat diese Woche nicht viel gebracht: Die Kontoeröffnung ist immer noch nicht durchgeführt, der Wohnungseigentümer hat immer noch nicht zugestimmt und somit steht der Umzugstermin auch noch nicht fest.
Am Samstag war ich einkaufen (wie so fast immer….) und am Sonntag waren Marina (eine Kollegen aus Deutschland die auch zum 01.08. nach Birmingham gewechselt ist, allerdings mit einem lokalen Vertrag und zwei Kindern), Natalie und David im Botanischen Garten. Das Wetter war super und die Bewegung hat auch gut getan.
The Importance of Being Earnest (deutscher Titel: Ernst sein ist alles oder auch Bunbury) ist eine Komödie in drei Akten von Oscar Wilde, uraufgeführt am 14. Februar 1895 im Londoner St.-James-Theater in einer Inszenierung von George Alexander. Es existiert zudem eine vieraktige Vorfassung, die zu Wildes Lebzeiten aber nie gespielt wurde, die aber der ersten deutschen Übersetzung des Stoffes zugrunde liegt.
Der Titel des Stückes beruht auf einem Wortspiel: Earnest bedeutet „aufrichtig“, was in der deutschen Übersetzung mit „Ernst“/„ernst“ nur unzureichend wiedergegeben ist, gleichzeitig ist „Ernest“ der Vorname einer der auftauchenden Figuren.
Die Komödie gehört zu den erfolgreichen Salonstücken Wildes, in denen er geistreich und ironisierend die Herren und Damen der Oberschicht attackierte, ohne jedoch ihr parasitäres Leben grundsätzlich in Frage zu stellen. Wilde selbst betrachtete Bunbury als seine beste Komödie, brilliert sie doch – wie ein Kritiker schrieb – „durch Sprachwitz und exzellent kalkulierte Situationskomik“.
Die zwei englischen Gentlemen Algernon und Jack sind Lebemänner und geben sich in ihrer Freizeit dem Vergnügen hin. Um diese Leidenschaft mit ihrem gesellschaftlichen Rang zu vereinen, haben beide eine Ausrede erfunden: Algernon einen kranken Freund namens Bunbury, um ab und zu auf das Land fahren zu können, und Jack seinen Bruder Ernest (in der deutschen Übersetzung Ernst), um ab und zu in die Stadt kommen zu können.
Jack, der sich in der Stadt immer als sein Bruder Ernest ausgibt, verliebt sich in Algernons Cousine Gwendolen und macht ihr einen Heiratsantrag. Diese bezeichnet es als ihr Lebensziel, jemanden zu heiraten, der Ernest heißt. Algernon besucht das Landhaus von Jack unter der falschen Behauptung, Jacks Bruder Ernest zu sein. Dabei verliebt er sich in Jacks Mündel Cecily. Auch sie hält den Namen Ernest für eine unbedingt notwendige Voraussetzung für ihren zukünftigen Mann. Algernons Tante Augusta ist absolut gegen eine Heirat ihrer Tochter mit Jack, nachdem sie erfahren hat, dass Jack Vollwaise ist und als Säugling auf dem Londoner Bahnhof Victoria Station in einer Reisetasche gefunden wurde. Einer Hochzeit ihres Neffen Algernon mit Cecily stimmt sie jedoch zu, nachdem sie von deren recht anständigem Vermögen gehört hat. Jack will aber seine Einwilligung nur geben, wenn er im Gegenzug Gwendolen heiraten kann.
Es stellt sich heraus, dass Jacks Haushälterin Miss Prism vor vielen Jahren den Bruder von Algernon in einer Handtasche aus Versehen am Bahnhof zurückließ. Dabei wird schließlich klar, dass das Findelkind Jack dieser Säugling war und er somit Algernons älterer Bruder ist. Weiter stellt sich heraus, dass Jack in Wirklichkeit nach seinem leiblichen Vater Ernest John benannt wurde. Jack hat die ganze Zeit ohne es zu wissen doch die Wahrheit gesagt.
Anmerkung: Jack ist im Englischen eine Slangform von John.
Heute ein Wetterbericht aus der Mitte Englands “in time” und nicht xxx Tage verspätet – die liebe Pünktlichkeit….. (diese “liebenswerte” untypische deutsche Eigenschaft werde ich wohl auch hier in England nicht wirklich ablegen – aber ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben und arbeite an einer Verbesserung).
An alle, und an Michaela die immer so verständnisvoll ist: Zurück in Deutschland werde ich immer auf die Minute pünktlich sein *zwinker*.
Benjamin (mein Bruderherz): Bitte nicht vor Zorn aufhören zu lesen – das habe ich geerbt und für geerbtes kann frau nix.
Wo war ich stehen geblieben? Ach ja, beim Wetterbericht…. Es hat schon lange nicht mehr geregnet und meine Schwimmhaut an den Händen und Füßen hat sich zurückgebildet. Es sind hier tagsüber ca. 20-25C…. man könnte also sagen: Es ist Hochsommer.
An dieser Stelle möchte ich den Ausblick der letzen Woche aufnehmen und Revue passieren lassen. Es standen an:
Das Konto auf den Kanalinseln: Wenn einmal der Wurm drin ist, dann meist richtig. Natürlich hat das nicht zeitig geklappt. Bin gespannt wann ich mein erstes Gehalt auf dem Konto sehe.
Die zwei Tage Wohnungssuche mit Emma waren super interessant. Am ersten Tag war ich in 17 Wohnungen (in Worten: Siebzehn) – eine Füße behaupten es waren 40 Wohnungen, am zweiten Tag waren es “nur” 8 Wohnungen. Hier wird leider nicht in qm gemessen sondern in “Schlafzimmern”. Leider verdienen die meisten Schlafzimmer den Namen nicht weil in viele Butzen kein Bett reinpassen würde (realistisches Maß könnte sein: MiniSchlafzimmer + “Schuhkarton”).
Anbei mein Maßstab: Ich bin gute 1,50m groß. Messe ich also von Fingerspitze zu Fingerspitze waren viele Schlafzimmer “ich 2x = 3 Meter” in der Länge und “ich 1,5x = gut gerundet 2,5 Meter” so: Stellt da mal ein Bett rein, Schrank ist optional weil “Schuhkarton” nebenan – Luft zum atmen: Fehlanzeige.
Teilweise waren die Wohnungen noch bewohnt und die Bewohner während der Besichtigung anwesend – das war ein komisches Gefühl. Als Nachmieterin von Indern hatte ich auch keine Lust (Diversity und Räucherstäbchen hin und her) aber das geht gar nicht. Tageslichtbad: Fehlanzeige / Keller: Unmöglich / Teppich: Oft vorhanden und meist schon älter / Separate Küche: 1x vorhanden…..
Aber: Wer die Wahl hat hat die Qual – vier Wohnungen sind in die engere Auswahl des Landeis Tatjana gekommen:
1) “Penthouse (Dachwohnung) als Neubau mit Glasfront ins Grüne – unmöbeliert”,
2) “Penthouse/Neubau mit Glasfront über die Stadt und den Kanal – unmöbeliert”,
3) “SEHR geräumiges 1 Schlafzimmer (vergleichbar mit deutschen Maßen) – möbiliert” und
4) “1 *Schuhkarton*-Neubau in iLAND einem Künstlerviertel auch möbiliert”
Schaut unten bei den Bildern was es geworden ist: Cool, gelle!? Mal was ganz anderes. Klein aber fein. Leider kommen die Maße und Entfernungen auf den Bildern nicht gut rüber. Einen kleinen Show stopper gibt es noch: Die Bestätigung des Eigentümers steht noch aus. Laut dem Reallocation Service sollte das aber kein Problem sein – ich lasse mich überraschen ob das tatsächlich so ist.
Bis zur Bank: 5 Minuten Fußweg, bis in die Pubs: 7 Minuten, bis zur Einkaufsmeile: 12 Minuten…..
Ich bitte um rege Reservierung meines “Schuhkartons”ab Ende September – sonst hätte ich das extra Zimmer auch sparen können
Über das Mitbringsel eines Sauerteigbrotes würde ich mich rieeeeeeeeeeeeeeßig freuen – zumindest bis ich und meine nigelnagelneue “Kitchenaid” Küchenmaschine dicke Freunde sind und ich mir mein Brot selber backe werde.
Heike, die Kitchenaid ist super cool…… vielen Dank für die Idee.
Wie ihr lesen könnt hat mich die Wohnungssuche sehr beschäftigt.
Um meine Qualitätsfreizeit auch hier fortzusetzen war ich am Donnerstag Abend mit deutschen und englischen Kollegen in einem Kellertheater mit der Aufführung: “The importance of being Ernest” von Oscar Wilde. Die Aufführung war super, sehr einfaches Interior und sehr englisch.
In Birmingham gibts sehr viele Theater, Museen und Aufführungen – ich freue mich schon auf die nächsten Veranstaltungen.
Am Samstag waren Julia (eine deutsche Kollegin), ihre Freundin aus Ffm und ich in Warwick einer Burg ca. 20 km außerhalb von Birmingham. Die Fahrt dorthin war ein Erlebnis und zum Glück bin ich nicht gefahren, sonst wären wir sicher nicht dort angekommen. Der Linksverkehr ist doch sehr gewöhnungsbedürftig. In Warwick sind wir im Kellergewölbe und auf die Türme gekrakselt, haben die Rosen im Rosengarten beschnuppert und der Ritterausbildung von kleinen Kindern zugeschaut.
Am Sonntag konnten wir drei Mädels der Schokoladenfabrik nicht wiederstehen. Von der Geschichte und Herkunft bis zur heutigen Produktion und einer Eigenkreation von flüssiger Schoki mit Marshmallows….. waren wir so “außer Rand und Band” das wir am Kinderschminken nicht vorbeigekommen sind… Aber schaut selber:
Einen Internetblog habe ich erstellt, bis zum nächsten Wetterbericht weiß ich auch wie alles funktioniert.
Was bringt diese Woche? Einen Salsakurs – mal schauen ob ich das mit meinen beiden linken Füßen hinbekomme
, die Kontoeröffnung und die Bestätigung der Wohnung und hoffentlich einen Umzugstermin.
Nicht zu vergessen: Im Büro läuft es super. Es gibt viel zu lernen und anzupacken – und dafür bin ich hier.
Noch einen Aufruf: Es gibt im Internet “Wohnungsplaner”. Hat das schon mal jemand ausprobiert und welchen könnt Ihr empfehlen?
Liebe Grüße,
Tatjana
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Der Umzug ist soweit gut gelaufen, in meiner Wohnung in Wehrheim im schönen Taunus ist am 30.07.09 alles eingepackt worden. Am 01.08. ging es dann ab in den Flieger und rüber nach Brum.
Wie die eingepackten Sachen hier ankommen werden, kann ich erst in ca. 4 Wochen berichten wenn ich meine eigene Wohnung beziehe.
Insgesamt ist alles SUPER gelaufen (Apartment ist klasse, Kollegen sind super, Job ist interessant, Stadt ist cool, Systemzugriffe etc. haben sofort funktioniert).
Chaos gabs nur wegen der Eröffnung von einem Bank Kto….. das Wetter ist bescheiden und es regent die meiste Zeit (there is a small risk of rain – hahahaha) und die Fahren hier auf der falschen Seite Auto….
Soweit mein Statusbereicht
Overall status: SUPER.
Liebe Grüße und schönes Wochenende
Tatjana